Freilichtbühnenvorstände Norddeutschlands treffen sich in Osterwald

Okt 15th, 2005 | By | Category: Allgemein

Die Freilicht- und Waldbühne Osterwald war letzten Wochenende Gastgeber für Freilichtbühnen-Vertreter aus ganz Niedersachsen. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft niedersächsischer Freilichtbühnen, Hermann Kemper aus Meppen, hatte diesmal zur jährlich stattfindenden Arbeitstagung nach Osterwald eingeladen.
Der Vorsitzende der Freilichtbühne Osterwald, Tobias Ohlendorf und seine Stellvertreterin Simone Berg, konnten gemeinsam mit dem stellvertretenden Gemeindebürgermeister Walter Kramer Vertreter von dreizehn Freilichtbühnen begrüßen. Darüber hinaus waren mehrere Vorstandsmitglieder des Verbandes deutscher Freilichtbühnen (VDF) Region Nord (ein Zusammenschluss niedersächsischer, nordrhein-westfälischer und hessischer Freilichttheater) zu Gast.

Der Präsident des VDF, Reinhard Jansen aus Bad Bentheim, informierte über verschiedene geplante Umstrukturierungen im Freilichtbühnenverband, die teilweise auch in der immer geringer werdenden finanziellen Unterstützung durch öffentliche Mittel begründet liegen.

Dieses Thema war auch Schwerpunkt des Referates von Dr. Annette Schwandner, Ministerialrätin im nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die der Einladung von Hermann Kemper nach Osterwald gerne gefolgt war. Sie berichtete über die neue Struktur der Kulturförderung in Niedersachsen. Dr. Schwandner bestätigte den ehrenamtlichen Freilichtbühnenchefs, dass sie an den einzelnen Bühnen eine wertvolle Arbeit leisten. Gerade für den ländlichen Raum sind die Freilichtbühnen ein wichtiger Kulturträger. Daneben ist vor allem die Vereinsarbeit, die die verschiedensten Bevölkerungsgruppen integriert, eine wertgeschätzte Arbeit für die jeweilige Region.

Im Durchschnitt der niedersächsischen Bühnen sind 100-200 Mitglieder an den einzelnen Bühnen aktiv.
Für die finanzielle Förderung wird es zukünftig stärker als zuvor wichtig, das spezielle Profil der einzelnen Bühne in der jeweiligen Region herauszustellen.
Das dürfte für die Bühnen nicht schwierig sein, verfügen sie doch bei aller Gemeinsamkeit über ganz unterschiedliche, über lange Zeit gewachsene und in ihrer Region fest verwurzelte Strukturen, die durchaus sehr unterschiedlichen Charakter haben. Das lässt sich nicht zuletzt am Spielplan ablesen, so stehen je nach Ausrichtung der Bühne Musicals, Boulevardstücke, Mundarttheater, christliche oder klassische Theaterstoffe sowie traditionelle und moderne Märchen auf dem Programm.

Eine Kostprobe ihres Repertoires gab die gastgebende Bühne Osterwald: Sie zeigte in einem Kurzfilm Impressionen der letzten Saison und präsentierte einen Ausschnitt ihres Könnens live mit zwei Musiktiteln aus dem diesjährigen Kinderstück „Der kleine Vampir“.

[Quelle: Freilichtbühne Osterwald]

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